Ghostbike wird Opfer von Vandalismus
Ghostbike an der Kreuzung Max-Planck-Straße/Herbert-Quandt-Allee schwarz besprüht

Ein Symbol der Erinnerung und Mahnung wurde Opfer eines Aktes der Zerstörung. Unbekannte Täter haben ein Ghostbike schwarz besprüht und damit eine Stätte der Erinnerung an einen verstorbenen Menschen zerstört. Es wurde anlässlich eines tragischen Unfalls an der Kreuzung Max-Planck-Straße/Herbert-Quandt-Allee im Dezember 2023 aufgestellt.
Der Brauch der Ghostbikes geht auf eine Idee aus St. Louis im US-Bundesstaat Missouri zurück, von wo aus er sich seit 2003 weltweit verbreitet hat. In Deutschland werden sie seit 2009 aufgestellt.
Das komplett weiß lackierte Fahrrad, das in Erinnerung an einen im Oktober 2023 tödlich verunglückten Fahrradfahrer aufgestellt wurde, diente nicht nur als Denkmal, sondern vor allem als Mahnung an alle Verkehrsteilnehmenden zu mehr Rücksicht und Vorsicht im Straßenverkehr. Es wurde in einem Akt der Respektlosigkeit und Verachtung mit schwarzer Farbe übersprüht.
Der ADFC Kreisverband Regensburg ist entsetzt über diese Tat. "Das Ghostbike stand für die Erinnerung an einen verstorbenen Menschen und sollte Verkehrsteilnehmende zu mehr Umsicht zu sensibilisieren. Wir verurteilen diese Tat. Es wurde Anzeige wegen Sachbeschädigung sowie Störung der Totenruhe gestellt.", sagte Benedikt Benz, Vorsitzender des ADFC Kreisverband Regensburg.
Das Ghostbike wurde bereits durch ein neues Rad ersetzt.