Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Regensburg

Der ADFC fragt nach: Lapperdorfer Fahrrad-Themen im Kommunalwahlkampf 2026

Die Lapersdorfer Bürgermeisterkandidaten positionieren sich im Stile des Wahlomats zu Mobilitätsfragen. Hier präsentieren wir den ADFC Radl-Wahl-O-Mat als Entscheidungshilfe zur Kommunalwahl für Radfahrende.

Die Mobilitätsentwicklung ist eines der Zukunftsthemen unserer Marktgemeinde und hat große Auswirkungen auf das tägliche Leben der Lappersdorfer:Innen. Wir fragen daher bei den Bürgermeister-Kandidaten nach: Welche Positionen nehmen Sie zu folgenden Themen des Lappersdorfer Fahrradverkehrs ein?

Alle vier Bürgermeisterkandidaten wurden angeschrieben:

  • Christian Hammer, SPD
  • Christian Hauner, Freie Wähler
  • Dr. Franz Rumstadt, CSU
  • Janis Wessely, Die Linke

Von Herrn Hammer und Herrn Hauner haben wir leider keine Antwort erhalten.

Wahlomat

Hier die Antworten im Überblick jeweils in alphabetischer Reihenfolge nach dem Nachnamen.

These 1

Der Radweg von Hainsacker zum Lappersdorfer Gymnasium birgt zahlreiche Gefahrenstellen: mehrfaches Überqueren der Kreisstraße, dabei im Bereich von Schwerdnermühle nach links entgegen bergabfahrendem Kraftverkehr, Fahren auf dieser Kreisstraße, Kreuzen der Ortstraße nach Einhausen ohne rote Markierung des Radweges als Hinweis für Kraftfahrer. Daher fordern wir: Von Hainsacker über Oppersdorf bis zum Lappersdorfer Gymnasium soll ein durchgehender Radweg geschaffen werden, getrennt von der Kreisstraße und ohne deren Überquerung, mit Markierung der Einmündung der Einhauser Straße mit rotem Asphalt.

Franz Rumstadt, CSUNeutral“Die Erschließung des Radwegenetzes ist eine sehr wichtige Priorität. Im konkreten Bereich gab es bereits Analysen, die insbesondere mit Blick auf Grundstückerwerbe, die notwendig wären, komplex sind. Ein neuer Radbeirat sollte hierzu schnellstmöglich in eine gemeinsame Konzeptionierung gehen. Der Radbeirat hätte die Aufgabe: zentrale Problemstellen im Radwegenetz zu identifiziern, Vorschläge für sichere, attraktive Verbindungen in alle Ortsteile zu erarbeiten, die Vernetzung mit Regensburg und dem regionalen Radwegenetz zu stärken.”
Janis Wessely, Die LinkeStimme zu“Ein durchgehender Radweg ist die einzig sichere Möglichkeit, für eine benutzbare Alternative zum Individualverkehr für die Menschen aus Hainsacker.”

1a: Alternativ: Begrenzung der Geschwindigkeit auf der Wolfsegger Straße bis zum Kreisel auf 30 km/h.

Franz Rumstadt, CSUStimme nicht zu"Priorität hat die Erstellung eines eigenen sicheren Radweges, nicht der Eingriff in eine für PKW konzipierte Verkehrsstraße."
Janis Wessely, Die LinkeStimme zu“Tempo 30 auf gefährlichen Strecken, ist keine Alternative sondern eine sinnvolle Ergänzung zur baulichen Trennung von Radwegen.”

These 2

Die Radwegeführung von Kareth zum Schelmengraben ist geprägt von unklaren Regelungen: bergauf verläuft ein kombinierter, aber zu schmaler Rad- und Fußweg (mit Benutzungspflicht), bergab ein für Radfahrer freigegebener Fußweg (ohne Benutzungspflicht), der Kreuzungsbereich mit der Karether Hauptstraße ist unübersichtlich für die Nutzer des für Radler:Innen freigegebenen Fußweges, weshalb wir fordern: Der Markt Lappersdorf soll in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Regensburg die Radwegeführung verbessern mit den Zielen:

  • getrennte Rad- und getrennte Fußwege und
  • Vermeidung von Wechseln der Fahrbahnseiten in einer Fahrtrichtung und
  • eigener Ampelregelung für den Radverkehr an der Kreuzung der Karether Hauptstraße.
Franz Rumstadt, CSUNeutral“Die Ampelreglung sollte bestenfalls für alle Verkehrsteilnehmer gleichgeltend sein.”
Janis Wessely, Die LinkeStimme zu“Getrennte Wege erhöhen die Sicherheit für beide Arten der Fortbewegung und sind daher zu präferieren.”

These 3

Die Radverkehrssituation entlang der Regendorfer Straße ist in beiden Richtungen unübersichtlich und gefährlich: In Richtung Regensburg münden in den kombinierten Rad- und Fußweg Nebenstraßen unübersichtlich ein, aus Richtung Regensburg kommend werden Radfahrenden ein freigegebener Fußweg mit den oben beschriebenen unübersichtlichen Einmündungen angeboten, der in Lorenzen plötzlich endet, und ein mit 0,95 m viel zu schmaler „Fahrradschutzstreifen“, beides ist gefährlich. Das führt uns zu folgender Forderung:
Der Markt Lappersdorf soll in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Regensburg die Radwegeführung verbessern mit dem Ziel getrennter Rad- und Fußwege, Vermeidung von Wechseln der Fahrbahnseiten in einer Fahrtrichtung, Verbesserung der Sichtdreiecke einmündender Nebenstraßen (entsprechend der Einfriedungssatzung und des BayStrWG Art. 29), tiefere Absenkung der Bordsteinkanten bei den Einmündungen und Entfernung des mit 0,95 m viel zu schmalen „Fahrrad-Schutzstreifens“.

Franz Rumstadt, CSUStimme zu“Die neue Fahrrad-Schutzstreifen-Regelung ist unübersichtlich, sehr gefährlich und bringt keinen Mehrwert. Wo möglich, machen wir uns für eine Trennung von Rad- und Fußweg stark. Insbesondere müssen wir auch dringend, etwa durch Spiegelanbringung, die Ausfahrtsituation auf die Regendorfer Straße sowohl für PKW als auch für Radfahrer und Fußgänger verbessern.”
Janis Wessely, Die LinkeStimme zu- keine Angabe - 

3a: Alternativ: Begrenzung der Geschwindigkeit auf der Regendorfer Straße auf 30 km/h und Aufhebung der Benutzungspflicht des kombinierten Rad- und Fußweges.

Franz Rumstadt, CSUStimme nicht zu- keine Angabe -
Janis Wessely, Die LinkeStimme zu"Wie bereits bei Frage 1, wäre hier Tempo 30 ebenso zusätzlich zu den baulichen Änderungen mit ordentlich getrennten Rad- und Fußwegen angebracht."

These 4

Der Markt Lappersdorf wendet sich gegen die Nordspange und setzt sich für eine Erreichbarkeit des Pendlerparkplatzes für den Rad- und Fußverkehr ein (sowohl in der jetzigen Situation als auch bei den Planungen für den neuen - falls die Nordspange wirklich kommt).

Franz Rumstadt, CSUStimme nicht zu“Die Nordspange ist für den Markt Lappersdorf überlebenswichtig. Wenn der Pfaffensteiner Tunnel saniert wird, die Nordspange aber noch nicht realisiert ist, säuft der Markt im wahrsten Sinne des Wortes im PKW Verkehr ab. Von der Situation, die uns vor dem Schelmengraben blühen würde, kann man sich schon heute ein Bild machen, wenn der Tunnel unfallbedingt gesperrt ist. Wir machen uns stark für eine Nordspangen-Planung, die eine gute Integration von Rad- und Fußverkehr ebenso wie die des ÖPNV vorsieht.”
Janis Wessely, Die LinkeStimme zu- keine Angabe -

These 5

Der Markt Lappersdorf stellt in Verbindung mit dem Landkreis Regensburg und der Stadt Regensburg sicher, dass das gesamte Radwegenetz ab 7.00 Uhr Sommers wie Winters gekehrt und geräumt ist.

Franz Rumstadt, CSUStimme nicht zu“Ein Pilotprojekt in der Stadt Regensburg zeigt, dass diese Räumung weder finanziell noch organisatorisch sicherzustellen ist.”
Janis Wessely, Die LinkeStimme zu“Der Fokus sollte bei der Räumung ab 7 Uhr auf den Hauptverkehrsrouten des Radverkehrs gesetzt werden und nachgelagert dann erst die anderen Radwege zu späterer Uhrzeit.”

These 6

Der Markt Lappersdorf wirkt in Zusammenarbeit mit Stadt und Landkreis Regensburg darauf hin, dass der Regentalradweg umweltverträglich beleuchtet wird.

Franz Rumstadt, CSUNeutral- keine Angabe -
Janis Wessely, Die LinkeStimme zu“Generell sollte der Markt Lappersdorf alle Rad- und Fußwege die derzeit nicht ausreichend beleuchtet sind mit umweltverträglicher Beleuchtung ausstatten.”

6a: .. und die Absenkungen unter den beiden Regenbrücken entfernt werden

Franz Rumstadt, CSUNeutral- keine Angabe -
Janis Wessely, Die LinkeStimme zu- keine Angabe -

https://regensburg.adfc.de/neuigkeit/der-adfc-fragt-nach-lapperdorf

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